Gossip Girl - verkommt die Jungend?
Geschrieben von Jule am 18. November 2009 | Abgelegt unter Belletristik, Literaturverfilmungen
Mädchen im Teenageralter (nicht nur die wenig belesenen, auch die belesenen) haben in den letzten Jahren immer “Freche Mädchen - Freche Bücher”-Bücher gekauft. Das fand ich okay, schließlich haben meine Freundinnen und ich in dem Alter die Groschen-Liebesromane aus dem Supermarkt gelesen und aus uns ist ja auch was geworden.
Seit einiger Zeit geht der Trend aber radikal zu “Gossip Girl“, einer Buchreihe von Cecily von Ziegesar, die mittlerweile auch erfolgreich als Serie im TV läuft. Pubertierende Mädchen scheinen mittlerweile so besessen von den Geschichten des Gossip Girls, dass ich dachte, ich schau mir mal eine Folge an, um mitreden zu können. Nebenbei habe ich dann tatsächlich auch noch in eins der Bücher reingelesen, mit dem Fazit, dass aus der heutigen Jugend leider nichts mehr werden kann. Zugegebenermaßen habe ich sowohl das Schauen der ersten Folge, wie auch das Lesen schnell wieder aufgegeben, weil ich es so Grauen erregend fand. Sich mobbende reiche It-Girls, die über nichts anderes reden können, als Mode, Make-Up, ihre Frisuren und sich gegenseitig die Augen auskratzen. Anschließend habe ich mich gefragt, ob ich in dem Alter auch so war bzw. auf solche Storys abgefahren bin und habe mir doch gleich noch die erste Folge “Beverly Hills 90210” von, ich glaube, 1990 angeschaut. Meine -damals- absolute Lieblingsserie. Und ich muss zugeben, das war auch nicht viel besser. Mode, Zicken-Kicken, sich gegenseitig die Jungs wegschnappen und gleich in der ersten Folge präsentiert die 17-jährige Kelly voller Stolz ihre frisch operierte neue Nase. Okay, mehr Toleranz für pubertierende Kinder - denn sie wissen nicht was sie tun.
In dem Zusammenhang könnte ich noch was für verzweifelte Eltern empfehlen: “Der Pubertist” von Helmut Schümann. Ein Überlebenshandbuch für Eltern.
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